Das OZEANEUM in Stralsund - Zahlen, Daten, Fakten

Historie des dmm

Die Geschichte des Deutschen Meeresmuseums (dmm) reicht über ein halbes Jahrhundert zurück. 1951 bezog eine kleine Sammlung als städtisches Naturkunde­museum das ehemalige Katharinenkloster in Stralsund, das bis dato als Gymnasium genutzt wurde. Das Haus ent­wickelte sich zu dem international anerkannten Museum der Meereskunde und Fischerei der DDR. Mit der Wanderausstellung „Meer und Museum“ im Jahre 1981 konnte das meist­besuchte Museum Ostdeutschlands auch im damaligen Westdeutschland sowie in Dänemark auf sich aufmerksam machen. Nach der Wende wurde das Haus in eine Stiftung überführt und umbenannt in Deutsches Meeresmuseum.

Neben dem Hauptstandort in der Stralsunder Altstadt verfügt Deutschlands einziges Museum für Meereskunde und Fischerei über zwei Außenstellen. Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, am Darßer Ort, informiert das NATUREUM seit 1991 über Landschaft und Tierwelt des Darß. 1999 öffnete auf der Insel Dänholm das NAUTINEUM als Ausstellungszentrum für Fischerei, Meeresforschung, Hydro­grafie und Seewasserstraßen. Mit 600.000 Besuchern im Jahr ist das dmm das meistbesuchte Museum Norddeutschlands und gehört mit dem Eintrag in das Blaubuch zu den kulturellen Leuchttürmen der neuen Bundesländer. 

Modell OZEANEUM

Das OZEANEUM

Die Nutzungsmöglichkeiten am Standort Katharinenkloster sind bereits seit Jahren ausgereizt, sodass eine Erweiterung nötig ist, um dem Anspruch des Hauses, zu den führenden Museen zu gehören, auch in Zukunft gerecht zu werden.

Ende der 90er Jahre nahm der Gedanke an einen Neubau konkrete Formen an, woraufhin im Januar 2001 ein internationaler Architekturwettbewerb ausgelobt wurde. Die Stadt Stralsund stellte für den Neubau ein Grundstück auf der nördlichen Hafen­insel, die vor rund 150 Jahren aufgeschüttet wurde, zur Verfügung.

Der Gewinner des Wettbewerbs, das renommierte Büro Behnisch & Partner entwarf einen aus vier Baukörpern bestehenden Gebäude­komplex. Die vier Gebäude beinhalten:

Gebäude 1 – Familienrestaurant, Ausstellungen „Weltmeer - Die Vielfalt des Lebens“, „Die Ostsee“ sowie „Erforschung und Nutzung der Meere“

Gebäude 2 – Ostseeaquarium

Gebäude 3 – Nordseeaquarium mit Schwarmfischbecken, Ausstellung „Ein Meer für Kinder“

Gebäude 4 – Ausstellung „1:1 - Riesen der Meere“

Die historischen Speicher beherbergen weitere Gastronomie, die pädagogische Abteilung und ein Kongresszentrum. 

Die Gesamtkosten für den Bau des OZEANEUMs belaufen sich auf 60 Mio. €. Davon tragen die Bundesrepublik Deutschland 30 Mio. €, das Land Mecklenburg-Vor­pommern 17 Mio. €, die Stadt Stralsund 5,5 Mio. € und die Stiftung Deutsches Meeresmuseum 7,5 Mio. €.

Ziele des OZEANEUMs

Das Museum ist durch seinen Erlebnischarakter für ein breites Publikum konzipiert und lädt zur lebendigen Auseinandersetzung mit den Unterwasserwelten ein. Das Original-Exponat steht dabei im Mittelpunkt des Muse­umskonzeptes – die Vielfalt an Originalen im OZEANEUM ist einzigartig. Veran­staltungen und Symposien vervollständigen das breite Angebot des OZEANEUMs.

Die wissenschaftliche Arbeit des Museums und das Engagement für die Erforschung der Meere bilden die Basis für die Konzeption der Ausstellung.

Diese fundierte Grundlagenarbeit stellt sicher, dass die Ausstellung aktuellen Erkenntnissen ent­spricht und weit mehr ist als bloße Unterhaltung. Hier wird deutlich, dass wissen­schaftlicher Austausch und weltweite Zusammenarbeit zur Einzigartigkeit dieses Projektes beitragen. Aus der Verbindung von Wissenschaft, Ausstellungs­attrak­tionen, Seherlebnissen und herausragender Architektur entsteht eine Mixtur, die das Ziel des Hauses Wirklichkeit werden lässt, Wissen und Ver­ständnis für den Lebens­bereich Meer zu vermitteln.

Ausstellungen und Aquarien

-          Wassermenge: 6 Mio. Liter, für die ca. 150 Tonnen Salz benötigt werden, davon 2,6 Mio. Liter im Schwarmfischbecken

-          Größtes Aquarium: Schwarmfischbecken mit einer Grundfläche von 300 qm, geschwungene Panoramascheibe aus Acryl, 10 m x 5 m groß, 30 cm dick

-          Anzahl Aquarien: 39, davon 1 Tunnelaquarium mit einem 4 m breiten Durch­gang

-          Anzahl lebende Tiere: ca. 7.000, davon überwiegend Fische

-          Raumhohe, dreieckige Glasvitrinen mit zahlreichen präparierten Tieren

Gebäude

-          Entwurf: Behnisch & Partner, Stuttgart, 1. Preis Architekturwettbewerb 2002

-          Gebäudenutzfläche: 8.700 qm

-          4 Baukörper mit 4 Ebenen

-          Barrierefrei geplantes Gebäude

-          Offen gestaltetes Foyer mit Glasfassade und Glasdach

-          Familienrestaurant, Museumsshop

-          Längste, freitragende Rolltreppe Deutschlands mit einer Länge von 31 m

-          Fassadengestaltung: helle Stahltafeln, wie sie im Schiffsbau verwendet werden, Größe bis 16 x 3 m

Aquarien-Technik

Die gesamte Technik befindet sich im Techniksockel unter dem Ostsee- und dem Nordseeaquarium. Die Aquarien selbst sind um einen Wärterraum angeordnet, der für den Besucher nicht einsehbar ist. Von hier aus werden die Becken gereinigt, die Tiere gefüttert und gepflegt.

-          Gezeitenbecken mit Ebbe und Flut im 30-Minuten-Takt

-          Wasser-Temperaturen: von 12° C im Ostseebecken bis 0° C im Polarmeer­becken

Daten

-          Auslobung des Architekturwettbewerbs am 02.01.2001

-          Preisverleihung zum Architekturwettbewerb am 16.05.2002

-          Übergabe der Fördermittelbescheide am 10.08.2005

-          1. Spatenstich am 06.09.2005

-          Baubeginn am 04.10.2005

-          Grundsteinlegung am 15.09.2006

-          Baufertigstellung geplant für Juni 2008

-          Feierliche Eröffnung am 11.07.2008

-          Eröffnungswochenende für das Publikum am 12. & 13. Juli 2008

(Zeichen mit Leerzeichen: 5.396)

Aktualisiert im Mai 2008

Weitere Informationen:

deutsches meeresmuseum stralsund
katharinenberg 14 - 20 | 18439 stralsund

jens oulwiger
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Basistext "Das OZEANEUM in Stralsund - Zahlen, Daten, Fakten"

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