„Das Weltmeer“ - Eine Reise durch verschiedene Zonen der Ozeane und Meere

Entwurf Lohrer: Das Weltmeer

Unsere Erde ist ein Planet des Wassers. Vom Eingang der Ausstellung gehen die Besucher aus dem Dunkel der Tiefsee in den immer heller werdenden Ausstellungsraum. Der Weg zeichnet eine gedachte Reise aus der Tiefe der Ozeane an die Meeresküsten nach.

In den ersten Vitrinen werden die wichtigsten Lebensräume der ewig lichtlosen Tiefsee vorgestellt: Das offene Freiwasser mit seinen rätselhaften, bizarren Fischen, Quallen und Vampirkalmaren, die Schwarzen Raucher („Black Smoker“), untermeerische Vulkane mit ihren spezialisierten Lebensgemeinschaften und die weiten Tiefseeebenen. Experten vermuten, dass dort bis zu 10 Millionen bisher unbekannter Arten leben. Eine fremde, rätselhafte und faszinierende Welt.

Zeichnung Heppert: Black Smoker

Aus der Tiefe bewegen wir uns aufwärts in Richtung der Kontinentalränder. Ohne Licht und im kalten Wasser wachsen am Rand Europas Kaltwasserkorallenriffe, die erst vor ungefähr 10 Jahren in den Tiefen des Skagerraks entdeckt wurden. In ihrer Komplexität und biologischen Funktion noch kaum erforscht, sind die Korallengärten der kalten Tiefsee heute vielerorts in ihrer Existenz bedroht. Dies betrifft auch die tropischen Korallenriffe der Karibik, die in einer weiteren Vitrine der Ausstellung gezeigt werden.

Zeichnung Heppert: Mangrove

Wir erreichen die Meeresoberfläche. Treibende Inseln aus Beerentang schwimmen in der Sargassosee im zentralen Atlantik. Von unten gesehen – aus der Perspektive der hier lebenden jungen Schildkröten und Schwertfische – dringt das Licht wie in einen schwimmenden Wald. Entlang der Küste, in nur noch einigen Metern Wassertiefe, treffen wir auf ausgedehnte Seegraswiesen. Wie in den Mangrovenwäldern tropischer Küsten bilden hier Pflanzen die strukturellen Grundlagen vielfältiger Lebensgemeinschaften.

Seitlich entlang des Raumes werden in Wandinstallationen Themen über Eigenschaften des Meerwassers, die Dynamik der Ozeane und über globale Kreisläufe vertieft. Zirkulationsmuster von Meeresströmungen und Klimasystemen beeinflussen die vorgestellten Meereslebensräume. Der Einfluss der Menschen auf diese Lebensräume wird beispielhaft aufgezeigt.

Zeichnung Heppert: Arktis-Antarktis

Zwei Vitrinen über die Arktis und Antarktis stellen die polaren Meeresgebiete vor. Ein Eisbär und drei Pinguine werden als Botschafter von Nord- und Südpol über ihre Heimat berichten. Darstellungen über die deutschen Küstengebiete der Nordsee und das Wattenmeer runden den Bilderbogen der Meere ab.